Tag 12: Livorno nach Tortoli

Wie aufregend so eine Fährenfahrt sein kann! Wir haben uns schon vor einigen Tagen für die Nachtfähre von Livorno nach Olbia entschieden. Zum einen, weil wir dadurch keinen Tag verlieren, zum anderen, weil es mit einer wachen und lebhaften Zweijährigen durchaus anstrengend werden könnte. Wir haben uns eine 4er-Kabine außen genommen, bestehend aus 2 Etagenbetten.

Nachdem wir das Wohnmobil sicher verstaut hatten, haben wir an Deck 8 unsere Kabine bezogen. Aber nur um unser spärliches Gepäck abzuladen. Ein solche Fähre ist natürlich etwas Besonderes und wir wollen uns die offenen Decks noch anschauen. Neben Pools ohne Wasser entdecken wir dann noch den Kinderspielplatz, der Livi auch einige Zeit fesselt.

Zurück in der Kabine ist dann doch alles so aufregend, dass sie nur mit Mühe einschlafen kann. Doch wie schlafen wir am besten ohne, dass jemand aus dem Bett fällt? Die Betten sind fest montiert und lassen sich nicht verschieben. Zwischen die beiden unteren Betten stellen wir einen Stuhl und einen Hocker, die dafür sögen sollen, dass Livia nicht auf den Boden fällt. Im anderen unteren Bett liegen Mathea und ich, in einem oberen Jörg. Die Nacht ist kurz, um 6 Uhr werden wir geweckt, weil wir in den Hafen einfahren.

Als wir von Bord gehen, hört es auf zu regnen und langsam zeigt sich die Sonne. Wir steuern einen Campingplatz in der Nähe von Olbia an und parken davor. Weil alle noch müde sind versuchen wir noch etwas Schlaf zu bekommen und frühstücken dann. Weil das Wetter hier eher mäßig vorhergesagt ist, entschließen wir uns dazu noch weiter südlich zu fahren, um einen ACSI-Campingplatz zu nutzen.

Und da ist es dann endlich: das Meer! Mit wundervollem Sandstrand. Wir finden ein schattiges Plätzchen für Knaus-Jürgen, unser Wohnmobil und verbringen den Nachmittag am Strand. Das erste Mal hält auch Mathea ihren Fuß ins Wasser. Begeisterung sieht dann wahrscheinlich doch noch etwas anders aus.

Es wimmelt nur so von Familien, sodass Livi von Platz zu Platz tingelt, um Spielkameraden zu finden. Besonders angetan haben es ihr zwei Schweizer Kinder, der 8-monatige Liam von nebenan und 3 Schweizer Geschwister. Einer von uns ist damit beschäftigt ihr hinterher zu laufen, während der andere das Essen auf den Grill schmeißt und Mathea hütet. Und so dauert die Essenszubereitung ewig. Ich glaube wir müssen uns noch etwas locker machen und sie einfach freier laufen zu lassen. Und hoffen, dass sie schon clever genug ist weder ins Meer, noch in den Pool zu springen, keine Kinder haut oder beißt oder irgendetwas kaputtmacht. Jetzt wo ich es schreibe kommt es mir doch wieder sehr utopisch vor …

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