Tag 26: Vignola Mare L‘Agnata

Ausnahmsweise sind wir morgens einmal recht zeitig mit Frühstücken fertig und gehen auch schon einmal vormittags an den Strand. Es ist windig und wir bekommen einiges geboten, denn einige Wind- und Kitesurfer nutzen die Gelegenheit ihr Können zu demonstrieren oder nehmen eine Übungsstunde. Interessanterweise scheint das hier eher der Strand für Seniorensurfer zu sein, bei genauerem Hinsehen entpuppen sich viele als Ü50. Warum auch sollte dieses Hobby den Jungen vorbehalten sein?

Wir machen es uns in und um unsere Strandmuschel mehr oder weniger bequem und ich habe die Hoffnung, dass Livi beim Windrauschen auch hier ihr Mittagsschläfchen machen kann. Doch sie sucht schnell Anschluss bei einem italienischen Paar, die neben einer mehrlagigen Liegefläche aus Strohmatte, Isomatte und Handtüchern auch noch 2 kleine Stühle dabei haben. Diese Stühle ziehen sie, wie derzeit alles kindermäßige, direkt in ihren Bann. Rufina, die Frau, begeistert mit Seifenblasen, die der Wind verteilt. (Wieder Erwachsene ohne Kinder, die Kinderspielzeug dabei haben. In Italien kennt die Kinderfreundlichkeit anscheinend keine Grenzen!)

An Schlafen ist bei dieser Begegnung natürlich nicht zu denken und wir gegen zum Mittagessen und -schlaf unter großem Protest zurück zum Wohnmobil.

Die Mittagsschläfchenpause nutze ich zum Wäschewaschen, Lesen (das erste Mal seit wir unterwegs sind!) und für meine Sportübungen.

Doch auch der nachmittägliche Besuch am Meer hat es in sich. Der Wind ist so stark, dass unsere Muschel zu Boden gedrückt wird. Jörg und Mathea machen sich deshalb schon bald wieder auf den Rückweg und kaufen noch Kleinigkeiten fürs Essen ein. Während Livi den fast vierjährigen Max als Spielkamerad auswählt. Gemeinsam spielen sie im Sand und kochen allerlei Gerichte: Nudeln mit Pesto, Salat, Nachtisch im Allgemeinen und Schokokuchen, Schoko- und Vanilleeis im Speziellen. Wir sind die Letzten, die Strand verlassen. Max und seine Eltern haben heute den letzten Abend und deshalb einen Tisch im Restaurant reserviert. Die Zeit, in der seine Eltern duschen, nutzt Max für eine Präsentation seiner Rennfahrerqualitäten. Mit dem Laufrad fährt der Hang hoch, rollt dann mit hoher Geschwindigkeit herab und mit Schwung den Parallelweg wieder hoch. Und hinterher rennt Livi. So viel und so zielgerichtet ist sie wohl noch nie gelaufen! Doch leider führte die abendliche Aktivität nicht dazu, dass sie nach dem Abendessen direkt eingeschlafen ist. Dafür war sie wohl zu aufgedreht ….

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