Tag 32: Porto Vecchio

Die Wege Korsikas ins Landesinnere sind wenig bis gar nicht wohnmobilgeeignet: enge Straßen, viele Kurven und teilweise steile Aufgänge. Knaus-Jürgen ist mit seinen über 6 m Länge, über 2 m Breite, über 3 m Höhe und 115 PS eher nicht so die Bergziege, sondern eher so der Typ Panzer. Deshalb sehen wir zwei Möglichkeiten: Weiterfahren und runter von der Insel oder einen anderen fahrbaren Untersatz mieten, der besser geeignet ist. Wir wollen mehr von der Insel erkunden, insbesondere auch das Landesinnere mit seinen Bergen, Flüssen und Badegumpen und leihen uns ein Auto. Fahrradwege sind hier eher nicht vorhanden und mit dem Anhänger auf der Straße mitzufahren ist gefährlich und außerdem hasse ich es bergauf zu fahren…

Da das Auto nicht zum Campingplatz gebracht werden kann, sondern in Porto Vecchio abgeholt werden muss, machen wir uns mit Knaus-Jürgen auf den Weg. Wir müssen nämlich sowieso dringend einkaufen und Geld abheben, denn der Campingplatz muss bar bezahlt werden und hat mit der heutigen Verlängerung unsere Bargeldbestände überschritten.

Und wie sich herausstellt, ist Europcar direkt neben einem Supermarkt. Ach was sage ich denn – einem Hypermarche. Da weckt ein Besuch nicht nur Erinnerungen an frühere Frankreichurlaube mit meinen Eltern und meinem Bruder, sondern steigt die Vorfreude auf ein besonderes Shoppingerlebnis. Doch einen Faktor habe ich dabei nicht bedacht: Livia. Eine quirlige Zweijährige, die möglichst alles erkunden und befühlen möchte. Und so kommt es zur Arbeitsteilung: Ich kaufe ein, während Jörg Livi hinterher rennt. Und fast wäre ein Platz auf der Fähre freigeworden als Livi plötzlich verschwunden ist. Erfreulicherweise findet Jörg sie dann doch wie sie seelenruhig die Preisschilder an einem Regal abkratzt.

Nach dem Beladen lassen wir das Wohnmobil auf dem Supermarktparkplatz stehen und fahren mit dem Auto weiter. Da wir heute nur noch einen halben Tag zur Verfügung haben geht es an einen etwas abgelegeneren Strand. Der kleine Kastenwagen fährt sich jetzt fast wie ein Rennauto.

Und der Strand Pinarello ist wirklich schön: Vom Parkplatz geht es durch ein Pinienwäldchen an den Strand. Der ist wieder recht kurz, erstreckt sich aber über die ganze Bucht. Hier ist es recht ursprünglich. Das Meer fällt wieder flach ab, sodass man weit hineinlaufen kann, das Wasser ist angenehm warm. Und schimmert in den schönsten Blautönen. Mein Highlight allerdings ist der Blick aus dem Meer aufs Land mit allerschönster Bergkulisse.

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