Tag 33: Cavu

Heute haben wir den ganzen Tag den Mietwagen und machen uns am Vormittag auf nach Cavu, wo man in Badebuchten im Fluss, den so genannten Gumpen, planschen kann. Die Gumpen, die wir aussuchen, waren jahrelang gesperrt, nachdem sich einige Besucher mit Bilharziose infiziert hatten.

Die Anfahrt ist schon recht abenteuerlich. Irgendwann endet der Asphalt, dann werden die Schlaglöcher immer größer und wir sind froh, dass wir ohne Wohnmobil unterwegs sind. Die Touristeninformation scheint optimistischer und hat auf halber Strecke auch spezielle Parkplätze für Wohnmobile eingerichtet. Wir folgen der Buckelpiste bis zum einsamen Restaurant „3 Piscines“ und ergattern noch einen der letzten Parkplätze. Ein Geheimtipp sind die Gumpen wohl nicht (mehr) ….

Wir klettern den Abhang zum Fluss hinunter und es bietet sich wirklich ein tolles Bild: Das Wasser hat aus den Steinen Pools ausgewaschen, durch die nun der Fluss fließt. Teilweise ist am Rand auch Sandstrand, dort lassen wir uns nieder. Das Wasser ist sehr klar und schön erfrischend. Beim Schwimmen entdecken wir vier Frösche.

Nach zwei Stunden Badespaß klettern wir wieder hinauf und essen im Restaurant zu Mittag. Weil ich es immer schön finde die landestypische Küche zu erkunden, bestelle ich einen korsischen Salat, Jörg einen mit warmem Ziegenkäse. Schon gleich nach der Bestellung überkommen mich Zweifel, denn bisher hatte ich als korsische Spezialitäten Salami und Ziegenkäse ausgemacht – was ich beides nicht mag. Und tatsächlich, auf dem Teller wimmelt es von Ungeliebtem: Zweierlei Salami, Speck. Dazu noch Schafskäse mit Feigensenf, Pastete, Spiegelei und Blattsalat. Ich probiere alles, doch ich bleibe dabei: Salami schmeckt mir nicht. Aber da Livi von Jörgs Teller mitisst, er meine Reste übernimmt, werde ich von Livis Resten des Kindertellers satt. Alle Teller leer, alle Gäste satt.

Von Livi sind wir ja schon gewohnt, dass sie für Chaos am und unterm Tisch sorgt, neu ist, dass nun auch Mathea ins Geschäft einsteigt. Sie greift nach allem, was in Greifweite ist, gerne also meinen Teller oder dessen Belag, und stopft es in den Mund. Besonders fasziniert ist sie von Gläsern. So trinkt sie heute das erste Mal Wasser aus dem Glas. Und sorgt etwas später für Action, indem sie schwungvoll an der Serviette zieht,auf der mein Glas steht, und es dadurch auf den Boden fällt und kaputt geht …

Danach geht es wieder an den Strand, doch diesmal erwischen wir ein Plätzchen, an dem das Ufer sehr voll mit Seegras ist.

Als wir am Abend auf dem Campingplatz gerade grillen, kommt eine Schildkröte an unserem Platz vorbei. Sie suchte wohl nach einem geeigneten Platz, um zum Fluss zu kommen.

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